Bauprojekt Bretterbadi
Seeweg 14
8820 Wädenswil

Die fast 100 Jahre alte Bretterbadi in Wädenswil ist ein kleines Juwel am Zürichsee und eine Visitenkarte für die Stadt. Sie steht unter Denkmalschutz und soll einer Gesamtsanierung unterzogen werden. Mit der geschützten Substanz muss sehr subtil umgegangen werden, gleichzeitig müssen aber auch die betrieblichen und statischen Anforderungen berücksichtigt werden. In enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege wird das Bauprojekt für den Umbau erarbeitet. Es sieht vor, sich mit der Anordnung der restaurierten und angepassten Einbauten wieder dem Ursprungsbau aus dem Jahre 1923 anzunähern unter Berücksichtigung der heutigen Benutzerbedürfnisse und der statischen Anforderungen. Auch werden darin die beiden später eingebauten Zwischendecken rückgebaut und die Treppenaufgänge zu den Sonnendecks freigespielt. Weiter beinhaltet das Bauprojekt die sorgfältige Sanierung der Fassaden, des Daches und der Sonnendecks. Das Material- und Farbkonzept soll aufgrund Analysen des ursprünglichen Zustandes erarbeitet und umgesetzt werden. Auch die Verbesserung der Absturzsicherungen soll in der Ausführung berücksichtigt werden.

Aufstockung und Fassadensanierung Primarschulhaus Steinacher II
Alte Steinacherstrasse 30
8804 Au

Das Primarschulhaus Steinacher II in der Au wird durch eine Aufstockung vergrössert und die gesamte Fassade wird erneuert.

Im neuen Geschoss werden drei Schulzimmer und ein Handarbeitszimmer mit dazwischen angegliederten Gruppenräumen untergebracht. Zudem erhält das Schulhaus eine grosse Aula, einen Therapieraum, sowie Räume für Schulleitung und Hauswart und die notwendigen Nebenräume. Gleichzeitig wird es mit einem Lift ausgestattet, der alle Räumlichkeiten barrierefrei erschliesst.

Die Grundrissstruktur wird soweit als möglich von den unteren Geschossen übernommen. Einzig im nordwestlichen Teil schert der Grundriss aus und das neue Geschoss wird mit Volumen gefüllt um möglichst viel Nutzfläche generieren zu können. Der bis anhin biedere symmetrische Baukörper bekommt dadurch eine gewollte Asymmetrie, die mit einer grossen, auf Stützen abgestellter Auskragung dem Gebäude einen modernen Ausdruck verleiht. Der neue Lift wird unter dieser Auskragung an die bestehende Fassade angedockt und dringt in das Attika ein.

Sowohl die Aufstockung wie auch das bestehende Gebäude bekommen eine neue hinterlüftete Fassadenkonstruktion aus Fiberglas und neue Metallfenster. Währenddessen das Attika mit horizontal gewellten Fiberglasplatten verkleidet wird, erhält die Haut des bestehenden Baus vertikal strukturierte Platten. Das elegante Pariserblau und die je nach Lichtverhältnisse spannenden Glanzeffekte des faszinierenden Fassadenmaterials lassen das Volumen immer wieder in einem anderen Kleid erstrahlen. Die silberweissen Zargen um die dunklen Metallfenster gliedern die Fassaden zusätzlich stark und prägen den Charakter des gesamten Gebäudes. Die Verglasungen im Erdgeschoss erstrahlen ebenfalls in diesem Silberweiss.

Im Innern gibt es in den bestehenden Geschossen nur marginale Anpassungen. Die alten Linoleumböden in den Schulzimmern und den Gruppenräumen werden mit neuen orangebraunen Gummigranulatböden ausgestattet. Ebenfalls werden die in die Jahre gekommenen Einbauschränke durch neue Einbauten mit magnetischen Oberflächen ersetzt. Über eine elegante Betontreppe erreicht man das neue Attikageschoss, das sich bewusst in Materialien und Farben vom Altbau abhebt. Die Wände präsentieren sich in naturbelassenen hellen Duripanelplatten, die Decken sind aus grauen bzw. pariserblauen Holzwolleplatten und der Boden ist ein orangebrauner Gummigranulat. Die wild angeordneten quadratischen Deckenleuchten und Oblichter, sowie die schlichte Signaletik verleihen dem ganzen Geschoss eine entspannte und lockere Atmosphäre. Auch tragen die gewählten warmen Farbtöne zum harmonischem Raumklima bei. Bewusst werden einige Farbakzente und Materialien vom Attika übernommen und als Verbindung von alt und neu auch in den unteren Geschossen eingesetzt. Auch die schnörkellose Signaletik zieht sich durch das ganze Gebäude hindurch und frischt den Altbau auf.

Fassaden- und Dachsanierung
EFH Fuhrstrasse 21
8820 Wädenswil

Das Anfang des 20. Jahrhundert erbaute Jugendstilhaus an prominenter Lage an der Fuhrstrasse wird aussen komplett saniert und erstrahlt in neuem Kleid. Das verspielte und im Verhältnis zum Gebäude überdimensionale Dach prägt das Gebäude. Die zahlreichen Dachflächen sowie die filigranen Spenglerdetails und das floral verzierte Dachgesims werden sorgfältig instandgesetzt und restauriert. Die gesamte Dachfläche wird mit einem naturroten handgestrichenen Biberschwanzziegel neu eingedeckt. Die Fassaden werden akkurat geflickt und neu gestrichen. Das ursprüngliche Farbkonzept bringt den Jugendstil wieder besser zum Ausdruck und betont die einzelnen Bauelemente nach deren Gewichtung.

Vorprojekt Stöckli
Schönenbergstrasse 42
8820 Wädenswil

Das inventarisierte Wohnhaus umgeben von einem weiten Garten thront am Hang oberhalb der Schönenbergstrasse. Das grosse Volumen wird einerseits durch sein markantes Satteldach mit den Quergiebeln geprägt und andererseits durch die zahlreichen speziellen Architekturelementen an allen vier Fassaden.

Das Vorprojekt geht dem Wunsch von zusätzlichem Wohnraum auf der bei weitem noch nicht ausgenützten Parzelle nach und wahrt das wunderschöne Schutzobjekt. Bewusst wird auf das Eingreifen und Verändern des geschützten Gebäudes verzichtet und ein modernes Stöckli als eigenständiges Volumen vorgesehen. Der zeitgemässe Neubau konkurriert so den mächtigen schützenswerten Bau nicht. Er präsentiert sich mit seinem deutlich kleineren Volumen, seiner schlichten kubischen Form und den modernen Materialien als harmonische Ergänzung dazu und kann trotzdem alle gewünschten Funktionen der Bauherrschaft erfüllen.